Rahmenausschreibung für Wettspiele

Mit seiner Anmeldung zum jeweiligen Wettspiel erklärt sich jeder Teilnehmer mit folgenden Bedingungen und Regeln einverstanden, Details werden in den jeweiligen Einzelausschreibungen geregelt.

1. Spielbedingungen

Gespielt wird nach den offiziellen Golfregeln der R&A und USGA, in der Übersetzung des DGV (einschl. Amateurstatut) mit örtlich gültigen Platzregeln sowie der zum Zeitpunkt des Wettspiels gültigen Haus- und Spielordnung des "Golfclub am Meer e.V." (GCaM).

Das Wettspiel wird auf der Grundlage des EGA-Vorgabensystem ausgerichtet. Eine Einsichtnahme in diese Regelwerke ist im Sekretariat möglich.

2. Teilnahmebedingungen/ Spielergruppeneinteilung

Teilnahmeberechtigt sind Amateure, die Mitglied eines dem DGV angeschlossenen Vereins (auch VcG-Mitglieder) oder anerkannten internationalen Golfclubs sind, bei Letzteren entscheidet der Spielausschuss.

Die Höchstvorgabe für das Wettspiel wird in der Einzelausschreibung bekannt gegeben. Der Nachweis der Vorgabe erfolgt über das Intranet des DGV. Ist dies nicht möglich, müssen Spieler am Tag des Wettspiels die Vorgabe durch Vorlage eines aktuellen Vorgabenstammblattes nachweisen. Sponsorenabsprachen können Abweichungen von dieser Regelung begründen.

Über die Zusammensetzung der Spielgruppe entscheidet allein die Spielleitung. Spielgruppen in Teamwettspielen werden grundsätzlich durch die Spielleitung zusammengestellt. Davon abweichend können für Gesellschaftswettspiele sogenannte "Wunschteams" zugelassen werden. Dafür kann eine gesonderte Wertungsform festgelegt werden.

3. An- und Abmeldungen

Anmeldungen erfolgen durch Eintragung in die im Clubhaus aushängende Meldeliste. Eine Meldung per Fon, Fax, E-Mail oder Internet an das Sekretariat ist ebenfalls möglich. Meldungen müssen bis zu dem in der Einzelausschreibung vermerkten Meldeschluss im Sekretariat eingegangen sein.

Durch seine Meldung erkennt jeder Teilnehmer an, dass sein Name, seine Vorgabe und seine Startzeit auf der Startliste im Internet veröffentlicht werden. Mit der Meldung zum Wettspiel willigt er auch in die Veröffentlichung seines Namens, seiner EGA-Vorgabe, seines Wettspielergebnisses in einer Ergebnisliste im Internet sowie über eine mögliche Veröffentlichung von Turnierfotos, auf denen der Teilnehmer abgebildet ist, ein. Der Teilnehmer überträgt seine Bildrechte an den Veranstalter.

Spieler, die nicht innerhalb der angegebenen Meldefrist gemeldet haben, können nur im Einzelfall nach Ermessen des Veranstalters zum Wettspiel angenommen werden.

Grundsätzlich werden für das Wettspiel die Standardabschläge (ROT-Damen und GELB-Herren) genutzt. Teilnehmer können mit ihrer Anmeldung zum Wettspiel beim Sekretariat eine gewünschte Abweichung vom Standardabschlag bekannt geben (BLAU, ROT oder ORANGE). Mitglieder können zu Beginn des Jahres mit dem Sekretariat eine grundsätzliche Wunsch-Abschlags-Farbe festlegen (es kann zu Abweichungen, z.B. bei besonderen Spielformen oder -parcours, kommen). Eine Änderung ist nur bis zum ersten Start zulässig.

4. Meldegebühr

Die Höhe der Meldegebühr wird in der Einzelausschreibung des Wettspiels festgelegt. Die Meldegebühr muss vor Beginn der Runde im Sekretariat entrichtet werden. Bei alternativen Mitgliedschaftsformen ist ggf. eine zusätzliche Spielgebühr (Greenfee) zu entrichten.

Eine Streichung von der Meldeliste ist auch nach Meldeschluss möglich, allerdings ist dann eine Bearbeitungsgebühr zu entrichten. Die Bearbeitungsgebühr entspricht in ihrer Höhe der Meldegebühr für das Wettspiel. Für Gäste gilt in diesem Fall die Meldegebühr für Mitglieder.

Ist ein Spieler in der Lage einen Ersatz zu stellen, wird keine Bearbeitungsgebühr erhoben. Ist eine Warteliste vorhanden, werden freie Startplätze zunächst in der Reihenfolge der Eintragung auf der Warteliste gefüllt.

Aus Gründen allgemeiner Gerechtigkeit wird nach SWSH Nr. 4.3.8 verfahren (Einzug der Meldegebühr). Eine Teilnahme an weiteren Wettspielen ist erst nach Begleichung der offenen Beträge möglich.

5. Startzeiten

Die vorläufigen Startzeiten sind für Teilnehmer frühestens 24 Stunden vor Spielbeginn per Aushang oder auf der Webseite des GCaM im Internet unter Turniere/ Startlisten einzusehen.

6. Scorekarten

Scorekarten sind unmittelbar nach Beendigung der Runde (nach Verlassen des zuletzt gespielten Grüns) - ordnungsgemäß ausgefüllt und unterschrieben - im Sekretariat abzugeben; ist das Sekretariat nicht mehr besetzt, dann bei der Spielleitung. Nachträgliche Änderungen der Scorekarten sind dann nicht mehr möglich (Regel 3.3b).

7. E-Karts und Caddies

Die Benutzung von E-Karts durch Teilnehmer ist nach Absprache mit der Spielleitung gestattet. Der Einsatz von Caddies ist der Spielleitung vor der Runde anzuzeigen.

8. Aussetzung des Spiels wegen Gefahr

Die Verhaltensregeln bei Gewitter sind zu befolgen. Sie können im Sekretariat oder in den Wetterschutzhütten eingesehen werden.

  • Unverzügliche Unterbrechung (ein langer Signalton),
  • Wiederaufnahme (wiederholt zwei kurze Signaltöne) und
  • Abbruch (wiederholt drei aufeinanderfolgende Signaltöne) des Wettspiels werden von der Spielleitung durch Tonsignale angezeigt.

Bei Unterbrechung und Abbruch müssen alle Spieler ihren Ball unverzüglich markieren und Schutz suchen (Regel 5.7b).

9. Preise/ Netto-Klassen/ Siegerehrung

Generell sollte jeder Teilnehmer aus Gründen der Fairness bis zur Siegerehrung bleiben. Bei Abwesenheit eines Gewinners kann die Spielleitung über seinen Preis frei verfügen, dieser wird grundsätzlich an den Nächstplatzierten weitergereicht.

Vorwiegend bei gesellschaftlichen Wettspielen gilt der Doppelpreisausschluss mit Brutto vor Netto. Der Doppelpreisausschluss gilt nicht für ggf. ausgeschriebene Spezialpreise.

  • Bei Wettspielen mit mehreren Netto-Klassen wird der Bruttopreis grundsätzlich nur für die Vorgabenklasse A ausgespielt.
  • Die Anzahl und Einteilung der Netto-Klassen ergeben sich aus der Einzelausschreibung und werden mit der endgültigen Startliste veröffentlicht. Teilnehmer werden in möglichst gleich große Nettoklassen, abhängig von der Vorgabenverteilung eingeteilt. Eine Reduzierung der Nettoklassen bei zu geringer Beteiligung ist möglich.
  • Die Anzahl der Preise richtet sich nach den Personenzahlen. Grundsätzlich erhält jeder zehnte Teilnehmer (also 10 % der Teilnehmer) einen Preis (Spezialpreise eingeschlossen). Bei Wettspielen mit Gewinnklassen bedeutet das automatisch eine Veränderung der Anzahl an Preisen in der jeweiligen Gewinnklasse. Sponsorenabsprachen können Abweichungen von diesem Grundsatz begründen.
  • Bei Wettspielen von Abschlägen mit unterschiedlichem CR innerhalb eines Wettbewerbs (also beim Spiel um denselben Preis) erfolgt im Brutto ein CR-Ausgleich (SWSH 4.3.9).
  • "Longest Drive"
    Es zählt der erste Schlag auf dem speziell gekennzeichneten Abschlag. Dieser Spezialpreis wird in der Regel nur von den Standardabschlägen (ROT-Damen und GELB-Herren) ausgespielt, eine Ausnahme zu diesem Fall liegt dann vor, wenn an der entsprechenden Spielbahn die spielwirksame Länge für GELB/ BLAU bzw. ROT/ ORANGE gleich ist. Der Ball muss auf dem Fairway der gleichen Spielbahn liegen.
  • "Nearest to the Pin"
    Es zählt der erste Schlag auf dem speziell gekennzeichneten Abschlag. Der Ball muss auf dem Grün liegen. Es zählt die Entfernung vom Ballmarker, der hinter dem Ball platziert werden muss, bis zum Flaggenstock. Es wird gemessen, wenn alle Spieler der Gruppe das Loch beendet haben. Ein "Hole-in-One" ist auch gleichzeitig ein "Nearest to the Pin". Dieser Spezialpreis wird in der Regel nur von den Standardabschlägen (ROT-Damen und GELB-Herren) ausgespielt, eine Ausnahme zu diesem Fall liegt dann vor, wenn an der entsprechenden Spielbahn die spielwirksame Länge für GELB/ BLAU bzw. ROT/ ORANGE gleich ist.
  • Stechen
    Bei Ergebnisgleichheit in einem Zählspiel entscheidet grundsätzlich sowohl im Netto wie im Brutto ein Stechen nach SWSH 4.2.3.1 (Beispiel 4) unter Zugrundelegung von neun der gespielten Löcher, die nach dem Schwierigkeitsgrad entsprechend der Vorgabenverteilung (1, 18, 3, 16, 5, 14, 7, 12, 9 = schwere Löcher/ leichte Löcher) ausgewählt wurden.

10. Spielleitung

Die Mitglieder der Spielleitung und die Platzrichter (soweit für das Wettspiel erforderlich) werden vom Spielausschuss bestimmt und vor Beginn des Wettspiels in der Einzelausschreibung bekannt gegeben. Die Spielleitung trifft ihre Entscheidungen auf der Grundlage der Golfregeln, der Wettspielordnung und den einschlägigen Vorschriften nach bestem Wissen.

11. Unangemessene Verzögerung; langsames Spiel (Regel 5.6)

Zusätzlich zu den Golfregeln gelten die durch die Spielleitung erlassenen Platzregeln. Alle Teilnehmer sollten ihr Spiel an den Empfehlungen der Regel 5.6b (Ready Golf) ausrichten.

12. Verhaltensrichtlinien für Spieler

Zusätzlich zur Haus- und Spielordnung, für die dem Golfclub am Meer e.V. durch die Ammerland-Golf-Resort Bad Zwischenahn GmbH & Co. KG bereitgestellte Golfanlage sind Verhaltensrichtlinien für Spieler in den Platzregeln niedergelegt die nicht nur im täglichen Spielbetrieb, sondern auch für Wettspiele Gültigkeit besitzen und mit Golfstrafen belegt werden können.

13. Beendigung des Wettspiels

Ein Wettspiel ist dann beendet, wenn das Ergebnis offiziell bekannt gegeben und die vollständige Ergebnisliste ausgehängt worden ist.

14. Änderungsvorbehalt

Die Spielleitung hat in begründeten Fällen bis zum 1. Start das Recht, die Einzelausschreibung zu ändern (Ausnahme: Vorgabenwirksamkeit, für diese ist der Vorgabenausschuss zuständig). Nach dem 1. Start sind Änderungen der Einzelausschreibung nur bei Vorliegen außergewöhnlicher Umstände zulässig.

15. Schlussbemerkung

Die Spielleitung sowie der Golfclub am Meer e.V. sind nicht verantwortlich für Nachteile, die ein Teilnehmer infolge Unkenntnis von Informationen erleidet. Ist ein Sachverhalt durch die Ausschreibung nicht geregelt, entscheidet die Spielleitung nach Billigkeit (Regel 20.3).

 

Stand: 01.01.2019

Ausschreibung für Extra Day Scores (EDS)

nach Ziffer 3.8 EGA-Vorgabensystem 2016 - 2019

1. Spielform für Extra Day Scores

Zulässige Spielform für ein Extra-Day-Score (EDS) im Golfclub am Meer e.V. ist das Zählspiel nach Stableford gem. Regel 21.1 über neun oder 18 Löcher.

2. Spielbedingungen

Gespielt wird nach den Offiziellen Golfregeln der R&A und USGA, in der Übersetzung des DGV (einschl. Amateurstatut) mit örtlich gültigen Platzregeln sowie der zum Zeitpunkt des Wettspiels gültigen Haus- und Spielordnung des "Golfclub am Meer e.V." (GCaM).

Das Wettspiel wird auf der Grundlage des EGA-Vorgabensystem ausgerichtet. Eine Einsichtnahme in diese Regelwerke ist im Sekretariat möglich.

3. Spielberechtigung

Jeder Spieler dessen Heimatclub Mitglied im DGV ist, hat die Möglichkeit, zwischen den jährlichen Überprüfungen der Vorgaben, beliebig viele EDS-Runden zu spielen (aber nur maximal eine pro Tag).

Dies ist grundsätzlich zwischen den Monaten April und Oktober möglich, wenn es die Witterungsbedingungen zulassen, auch in den übrigen Monaten des Jahres.

4. Anmeldung

Die Anmeldung muss bis 12:00 Uhr des Vortages im Sekretariat des GCaM erfolgen. Die Anmeldung muss folgende Einzelheiten berücksichtigen: Datum der Runde, Name des Spielers, Name und Vorgabe des Zählers, Anzahl der zu spielenden Löcher, Farbe der Zählspielabschläge, von denen gespielt wird. Die Meldegebühr beträgt für neun Löcher 8,00 € und für 18 Löcher 12,00 €. Diese ist bei der Anmeldung zu entrichten.

5. Zähler

Zähler eines Spielers, der einen Extra Day Score einreicht, darf nur eine Person mit einer EGA-Vorgabe und Mitglied eines dem DGV angeschlossenen Clubs sein. Er sollte kein Verwandter des Spielers sein, jedoch ist es zulässig. Ein Zähler darf nicht mehrere Spieler gleichzeitig zählen, er selbst kann auch spielen, ein gegenseitiges Zählen innerhalb des Flights ist möglich.

6. Spielleitung

Für Entscheidungen zu Regelfragen ist der Spiel- bzw. Vorgabenausschuss (Peter Henschen, Claudia Steinbrecher und Phil Stolle) zuständig.

7. Bestimmung der für Extra Day Scores zu nutzenden Abschläge

Für das Erspielen eines Extra Day Scores dürfen die gelben (nur Herren) blauen, roten oder orangefarbenen Abschläge benutzt werden.

8. Abgabe der Scorekarte

Die vom Spieler und Zähler unterschriebene Scorekarte ist unverzüglich nach Beendigung der EDS-Runde bei der Spielleitung einzureichen. Versäumt ein Spieler die Scorekarte seiner EDS-Runde so bald wie möglich einzureichen, so gilt dies als No return (siehe Ziffer 3.6.). Ort der Abgabe ist das Sekretariat des Golfclubs am Meer e.V.

9. Besonderheiten DGV-Vorgabenklassen 1 & 6

Eine EGA-Vorgabe der Vorgabenlasse 1 kann nicht in einer EDS-Runde erspielt werden.

10. Änderungsvorbehalt

Änderungen der Ausschreibung sind in begründeten Fällen zulässig.

 

Stand: 01.01.2019

Allgemeine Hinweise

Übungsschwünge nicht auf den Abschlägen.
Divots Fairway bitte sofort zurücklegen und festtreten.
Pitchmarken bitte sorgfältig ausbessern.
Bunker bitte nur über eine flache Stelle betreten/ verlassen und sorgfältig harken.
Trolleys, E-Karts und Bags bitte neben dem Grün in Richtung des nächsten Abschlags abstellen, nicht zwischen Grün und Bunker fahren.
Durchspielen lassen Wer sucht, zurückgeht oder langsam spielt, lässt bitte durchspielen!
Einfädeln Wenn Einfädeln erlaubt ist, dann nur unter besonderer Rücksichtnahme: Turnierspieler haben von der Bahn 18 auf die Bahn 1 bzw. von der Bahn 9 auf die Bahn 10 absoluten Vorrang!
Fahnen bitte nicht auf die Grüns fallen lassen.
Mobil-Telefone Störung von Mitspielern bitte unbedingt vermeiden.
Golfschuhe mit Softspikes und Noppen sind gestattet.
Bekleidung Um angemessene golferische Kleidung wird gebeten.
Range-Bälle Das Spielen mit Range-Bällen ist zu unterlassen.
Sicherheit Bitte erst abschlagen, wenn andere Spieler nicht gefährdet werden können.
Spielzeit bei 18 Loch: ca. 4:15 Stunden (spielen Sie bitte Ready Golf!)

Platzregeln

Aus (Regel 2.1)

Die Aus-Grenze wird durch weiße Pfähle, Zäune oder weiße Markierungen an Bäumen gekennzeichnet. Sofern weiße Linien die Platzgrenze kennzeichnen, haben diese Vorrang.

Ungewöhnliche Platzverhältnisse (Regel 16.1)

Boden in Ausbesserung ist durch weiße Einkreisungen innerhalb des Geländes und/oder blaue Pfähle gekennzeichnet. Ist beides vorhanden, gilt die Linie.

Liegt der Ball eines Spielers in einem dieser Bereiche, berührt sie oder ist die Standposition davon betroffen, muss Erleichterung gem. Regel 16.1b in Anspruch genommen werden.

Treckerspuren auf den Fairways und im Semi-Rough gelten als Boden in Ausbesserung.

Liegt der Ball eines Spielers in oder unmittelbar an einem Aerifizierungsloch auf einer kurz gemähten Fläche (Fairwayhöhe oder kürzer) darf ein Spieler Erleichterung nach Regel 16.1.b in Anspruch nehmen. Dies gilt auch bei Rissen im Erdboden (z.B. durch starke Sonneneinstrahlung).

Straflose Erleichterung wird nicht gewährt, wenn nur die Standposition des Spielers betroffen ist.

Tierdung (z.B. von Schwänen oder Gänsen) gilt je nach Entscheidung des Spielers als Loser hinderlicher Naturstoff der nach Regel 15.1 entfernt werden darf, oder als Boden in Ausbesserung von dem nach Regel 16.1 vollständige Erleichterung gewährt wird.

Aerifizierungsschlitze rund um die Grüns gelten als Boden in Ausbesserung von denen nur dann straflose Erleichterung gewährt wird, wenn der Ball in ihnen liegt, sie berührt und der Bereich des Schwungs des Spielers behindert ist.

Unbewegliche Hemmnisse (Regel 16.1)

Alle Wege, Bäume in Pflanzringen, Findlinge, Sprinkleranlagen, Abschlags- und Hinweisschilder, Bänke, Hütten, Papierkörbe, Pfähle zur Markierung von Hindernissen, Drainageauslässen und Entfernungen oder zum Stützen von Bäumen sowie sämtliche Rhododendren (Bahn 18) sind unbewegliche Hemmnisse (Regel 16.1).

Pfähle (rote, gelbe und blaue) dürfen nicht entfernt werden, weil sie als befestigt gelten (Regel 16.1), Erleichterungsverfahren nach Regel 15.2 sind nicht zulässig.

Penalty Area; Provisorischen Ball spielen

Ist es nicht sicher, ob ein Ball in dem Wasserhindernis an Bahn 1 (Teich), Bahn 5 (Teich), Bahn 8 (Teich), Bahn 18 (Graben vor dem Grün) ist oder darin verloren ist, darf der Spieler einen anderen Ball provisorisch nach jeder der anwendbaren Wahlmöglichkeiten von Regel 17.1 spielen.

Wird der ursprüngliche Ball außerhalb der Penalty Area gefunden, muss der Spieler das Spiel mit ihm fortsetzen. Wird der ursprüngliche Ball in der Penalty Area gefunden, darf der Spieler entweder den ursprünglichen Ball spielen wie er liegt oder das Spiel mit dem provisorisch nach Regel 17.1 gespielten Ball fortsetzen.

Wird der ursprüngliche Ball nicht innerhalb der drei Minuten Suchfrist gefunden oder identifiziert, muss der Spieler das Spiel mit dem provisorisch gespielten Ball fortsetzen.

Von Spielern erwartetes Verhalten (Regel 1.2)

Von allen Spielern wird erwartet, entsprechend des "Spirit of the game" zu spielen. Folgende "Fehlverhalten" können Golfstrafen zur Folge haben:

1. Mit dem Trolley zwischen Grün und Bunker hindurchfahren bzw. über das Vorgrün zu fahren
2. Pitchmarken nicht auszubessern, Bunker nicht zu harken oder Divots nicht zurückzulegen

Sofern die Golfregeln keine andere Konsequenz vorsehen gilt:

Erster Verstoß: Ermahnung
Zweiter Verstoß: ein Strafschlag
Bei anschließendem Verstoß: Grundstrafe

Folgende "schwerwiegende Fehlverhalten" haben die Folge der Disqualifikation:

1. Absichtlich gegen eine Golfregel zu verstoßen, um dadurch trotz einer Strafe für den Verstoß möglicherweise einen erheblichen Vorteil zu erlangen
2. Wiederholte Verwendung vulgärer oder beleidigender Ausdrücke oder Gesten

Unangemessene Verzögerung; zügiges Spiel (Regel 5.6)

Hat eine Spielergruppe nach Auffassung der Spielleitung den Anschluss an die vorangehende Spielergruppe verloren oder hat sie, falls Richtzeiten zum Spielen eines oder mehrerer Löcher vorgegeben sind, mehr Zeit als die Richtzeit benötigt, so wird die Spielergruppe ermahnt.

Ist eine Verbesserung des Spieltempos daraufhin nicht festzustellen, wird der Spielergruppe mitgeteilt, dass ab sofort für jeden einzelnen Spieler eine Zeitnahme durchgeführt wird.

Die Zeitnahme beginnt, wenn der Spieler mit seinem Schlag an der Reihe ist. Überschreitet der erste Spieler die Zeit von 50 Sekunden (am Abschlag, bei Annäherungsschlägen an, sowie beim Spiel auf dem Grün) und die folgenden Spieler die Zeit von 40 Sekunden für die Ausführung des Schlages, so wird dies als Verstoß gegen Regel 5.6 angesehen.

Im Zählspiel gilt:

Erster Verstoß: ein Strafschlag
Zweiter Verstoß: Grundstrafe
Bei anschließendem Verstoß: Disqualifikation

Strafschläge werden an dem Loch hinzugerechnet, an dem der Verstoß begangen wird. Wird das Spiel zwischen dem Spielen von zwei Löchern verzögert, wirkt sich die Strafe am nächsten Loch aus.

Bei Wettspielen nach Stableford gilt:

Abzug von zwei Punkten vom erzielten Gesamtpunktergebnis der Runde

Für einen wiederholten Verstoß: Disqualifikation

Sofern die Golfregeln keine andere Konsequenz vorsehen gilt:

Konsequenz bei Verstoß gegen eine Platzregel:

Zählspiel: Grundstrafe
Lochspiel: Lochverlust

Hinweise:

Entfernungen (bis Grünanfang) sind durch Bodenplatten und Regnerdeckel auf den Fairways sowie Findlinge (100 m, 150 m & 200 m) markiert.

Winterregeln

Für die Zeit vom 1. November bis 30. April werden die Platzregeln durch "Besserlegen" ergänzt. Ein auf einer kurz gemähten Fläche im Gelände liegender Ball darf straflos aufgenommen und gereinigt werden. Vor dem Aufnehmen muss der Spieler die Lage des Balls kennzeichnen. Er muss den aufgenommenen Ball an eine Stelle innerhalb einer Scorekartenlänge von seiner ursprünglichen Lage und nicht näher zum Loch hinlegen, die nicht in einem Hindernis oder auf einem Grün ist.

Ein Spieler darf seinen Ball nur einmal hinlegen und er ist im Spiel nachdem er hingelegt wurde (Regel 14.2). Wenn der Ball auf der Stelle zur Ruhe kommt, auf die er hingelegt wurde und sich anschließend bewegt, so ist dies straflos, und der Ball muss gespielt werden, wie er liegt, es sei denn die Vorschriften einer anderen Regel finden Anwendung.

Versäumt es der Spieler, die Lage des Balls vor dem Aufnehmen zu kennzeichnen, bewegt die Markierung bevor er den Ball zurück ins Spiel bringt oder bewegt er den Ball auf andere Art und Weise, rollt ihn z.B. mit dem Schläger, zieht er sich einen Strafschlag zu.

Anmerkung:

"Kurz gemähte Fläche" beschreibt jedes Gebiet auf dem Platz, einschließlich Wege durch das Rough, das auf Fairwayhöhe oder kürzer gemäht ist.

 

Stand: 01.01.2019

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